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41 Weltmacht China

🇹🇳 Chinas „Neue Seidenstraße“: Expressweg in die AbhĂ€ngigkeit

China: Heimliche Kriegsvorbereitung?

Veröffentlicht amMittwoch, 25.10.2023

China: Der doppelte Widerstand

Zuletzt aktualisiert am 29.09.2023 01:11 Uhr


Oder die chinesische Konkurrenz ist mittlerweile zu stark, um im zunehmend umkĂ€mpften Binnenmarkt eine Perspektive zu haben. Wenn sich etwas in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewandelt hat, dann ist es die QualitĂ€t vieler Produkte „made in China“. Das zeigt sich deutlich in einer immer negativeren Handelsbilanz: Gerade die Paradeprodukte der Deutschen – Autos und Maschinen – wurden im Reich der Mitte deutlich weniger nachgefragt. Stattdessen exportiert China selbst immer mehr davon.

Eine Infografik mit dem Titel:Autos: China wird zur Exportnation

Wert der von China exportierten und importierten Autos* seit 2006, in Milliarden US-Dollar

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Mit „Wandel durch Handel“ verfasste Egon Bahr 1963 eine von verschiedenen Strategien, den Austausch und die AnnĂ€herung zur DDR zu forcieren. Das Konzept gehört seitdem zu den Eckpfeilern sozialdemokratisch geprĂ€gter Ostpolitik bis nach China. Falls Westwaren tatsĂ€chlich zum Zusammenbruch der DDR 1989 gefĂŒhrt haben – oder das Leben des ostdeutschen Sozialismus nicht gar verlĂ€ngerten – so haben die neuen Rekordwerte im deutsch-chinesischen Außenhandel Chinas politische FĂŒhrung nicht im Geringsten westlichen Werten nĂ€hergebracht.

Im Gegenteil: Der Wandel ging genau in die Richtung, die man sich weder in Deutschland noch sonst im Westen wĂŒnschte. Mit steigendem Handelsvolumen wurde das Selbstbewusstsein der politischen FĂŒhrung Chinas immer grĂ¶ĂŸer – und man dachte in Peking nicht daran, sich auch nur zum Schein in Richtung einer „Demokratie westlichen“ oder noch besser „anglo-amerikanischen Zuschnitts“ zu bewegen.

FĂŒr den jĂŒngsten Abschnitt in Chinas langer Geschichte, der Reform- und Öffnungsperiode, die Maos RevolutionsgefĂ€hrte Deng Xiaoping (1904-1997) nach 1978 initiiert hatte, scheint hinsichtlich der gesellschaftlichen Orientierung eine umgekehrt proportionale Logik zu gelten: Je mehr Handel, desto weniger Orientierung am System des Westens. Am Ende dieser Logik steht folgerichtig der vielfach beschworene „Systemrivale“. Die wirtschaftlich bescheidenen 80er Jahre waren die politisch offensten in der Geschichte der Volksrepublik China.

20220713-bc-twitter-Deng XiaopingDeng Xiaoping (links) Â© Twitter

Deng Xiaoping lĂ€chelte unter einem Cowboy-Hut gemeinsam mit Ronald Reagan. Die 80er brachten echte Reformdenker des Parteienstaates wie den Ex-MinisterprĂ€sidenten und KP-GeneralsekretĂ€r Zhao Ziyang (1919-2005) zum Dialog mit protestierenden Studenten auf den Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Im Zeitalter der „300 Milliarden-Deals“ zwischen China und Deutschland zeigt sich ein selbstbewusster chinesischer PrĂ€sident im Sun-Yatsen-Anzug revolutionĂ€rer PrĂ€gung vor wehenden roten Fahnen.

Schon der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington kannte das Problem des „Wandels durch Handel“. Der Autor von Kampf der Kulturen stellte bereits 1968 in seiner Schrift Political Order in Changing Societies fest, dass „unterschiedliche kulturelle Kontexte und Herausforderungen“ die gewĂŒnschte Demokratisierung der Systeme verhindern. Das China der Reformperiode ist dafĂŒr ein Paradebeispiel:

Die Wirtschaftsreformen waren ein traditionell staatlich geplantes Top-Down-Experiment in drei Schritten von der Öffnung lĂ€ndlicher Regionen, ĂŒber die Öffnung stĂ€dtischer MĂ€rkte bis hin zur Öffnung des Landes gegenĂŒber auslĂ€ndischem Kapital. Immer kontrollierte und regulierte der Staat und machte dabei die Demokratisierungsversuche der spĂ€ten 1970er und 1980er Jahre zunichte: Je erfolgreicher seitdem der Handel und der wirtschaftliche Erfolg waren, desto mehr wuchs die Kontrollfunktion und FĂŒhrungsrolle der Partei.

Gleichzeitig entwickelte sich anfangs unbemerkt ein eigenes Wertesystem eines „Sozialismus chinesischer PrĂ€gung“, der Marktwirtschaft und Kapitalismus als nĂŒtzliche Werkzeuge zum Aufbau einer konkurrenzfĂ€higen sozialistischen Ordnung begreift. Westlichem Denken in GegensĂ€tzen widerspricht das chinesische, welches dieselben KrĂ€fte als komplementĂ€r begreift.

Xi Jinping Â© imago

Auch ein StĂŒck uralter chinesischer Tradition. Dem trotzdem drohenden Werteverfall im Lande begegnete besonders Xi Jinping mit seiner unverhohlenen RĂŒckbesinnung auf die erkĂ€mpften Werte und Erfolge der frĂŒhen RevolutionĂ€re – auch und gerade Mao Zedongs. Die Pandemie mit ihrem weiter florierenden Außenhandel kam zur weiteren Festigung dieser chinesischen Werte gerade recht.

JĂŒrgen Habermas stellte die These auf, dass Werte „auf PartikularitĂ€t“, Normen hingegen auf „UniversalitĂ€t“ hin angelegt seien. Normen, so denkt Habermas weiter, betrĂ€fen notwendig die Regelung interpersonaler Beziehungen, Werte seien auf das eigene Leben bezogenen. Obwohl Habermas‘ These in der philosophischen Debatte nicht unumstritten ist, eignet sie sich sehr, die Ausrichtung deutscher Außen- und Außenwirtschaftspolitik neu zu ĂŒberdenken. Wenn die deutsche Außenministerin von „unseren Werten“ spricht und Xi mit seinen auf Mao und Deng begrĂŒndeten „chinesischen Werten“ das gleiche tut, ist Habermas hier bestĂ€tigt: Werte können weder durch Handel noch durch politischen Dialog ĂŒbertragen werden. Sie trennen – und verbinden nicht.

Anders Normen. Die spielen im deutsch-chinesischen Austausch – und damit im interkulturellen Dialog – schon seit Bismarcks Zeiten eine Rolle. Sehr erfolgreich wurden in Zeiten der chinesischen Republik (1911-49), fortgesetzt auf Taiwan, deutsche Rechtsnomen zum Standard chinesischer Gesetzgebung. Der Rechtsstaatsdialog spielt bis heute im deutsch-chinesischen Austausch eine gewichtige Rolle. Und auch im Bereich wirtschaftlichen „Geben und Nehmens“ ist Normenentwicklung eine deutsch-chinesische Erfolgsgeschichte: In SchlĂŒsselbereichen von der MobilitĂ€t bis zu Industrie 4.0 erzielt eine deutsch-chinesische Kommission fĂŒr Normung seit Jahren Erfolge. Das Fazit lautet: GegenĂŒber China benötigen wir keine werte-, sondern eine normenorientierte Außenpolitik.

Doch halt. Da gibt es doch Coca-Cola, Jazz und Jeans. Manche amerikanischen Produkte haben Gesellschaften nachhaltiger verĂ€ndert als Mercedes-Benz und Volkswagen oder BYD und Huawei. Warum? Weil sie nicht nur den Wunsch nach Wohlstand, Profit, Besitz und Status befriedigen – sondern doch gewisse universale Werte wie etwa persönliche Freiheit vermitteln.

Weil sie einen hohen Grad an EmotionalitĂ€t mitbringen. Sie haben eine stark sinnliche Komponente, und macht Individuen fĂŒr die mit den Produkten verbundenen Lebensstile empfĂ€nglich macht. Gerade Produkte, die grundlegende BedĂŒrfnisse zum Beispiel nach Essen, Trinken, Kleidung und Kunst befriedigen, transportieren Vieles, was interpersonale Beziehungen hervorbringt.

Der deutsch-chinesische Austausch benötigt dringend solche Komponenten, wenn er mehr Wirkung jenseits von Wohlstandsgewinn und Profit erzielen möchte.

Dieser Text stammt von unserem Pioneer Experten Marcus Hernig. Möchten auch Sie Ihre Expertise einbringen? Hier erklĂ€ren wir, wie Sie ein Pioneer Expert werden können.Marcus HernigPioneer Expert, Sinologe

Knapp 300 Milliarden US-Dollar war er 2022 wert: der deutsch-chinesische Handel. Trotz Corona boomte der Handel weiter. Mangels wirklicher Alternativen verlassen nur wenige deutsche Unternehmen China. Wer geht, der macht keine GeschĂ€fte mehr. Entweder ist die „Werkbank“ China zu teuer geworden – und gĂŒnstige Alternativen ob „nah“ oder immer noch „fern“ mĂŒssen her.

Oder die chinesische Konkurrenz ist mittlerweile zu stark, um im zunehmend umkĂ€mpften Binnenmarkt eine Perspektive zu haben. Wenn sich etwas in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewandelt hat, dann ist es die QualitĂ€t vieler Produkte „made in China“. Das zeigt sich deutlich in einer immer negativeren Handelsbilanz: Gerade die Paradeprodukte der Deutschen – Autos und Maschinen – wurden im Reich der Mitte deutlich weniger nachgefragt. Stattdessen exportiert China selbst immer mehr davon.

Eine Infografik mit dem Titel:Autos: China wird zur Exportnation

Wert der von China exportierten und importierten Autos* seit 2006, in Milliarden US-Dollar

Mit „Wandel durch Handel“ verfasste Egon Bahr 1963 eine von verschiedenen Strategien, den Austausch und die AnnĂ€herung zur DDR zu forcieren. Das Konzept gehört seitdem zu den Eckpfeilern sozialdemokratisch geprĂ€gter Ostpolitik bis nach China. Falls Westwaren tatsĂ€chlich zum Zusammenbruch der DDR 1989 gefĂŒhrt haben – oder das Leben des ostdeutschen Sozialismus nicht gar verlĂ€ngerten – so haben die neuen Rekordwerte im deutsch-chinesischen Außenhandel Chinas politische FĂŒhrung nicht im Geringsten westlichen Werten nĂ€hergebracht.

Im Gegenteil: Der Wandel ging genau in die Richtung, die man sich weder in Deutschland noch sonst im Westen wĂŒnschte. Mit steigendem Handelsvolumen wurde das Selbstbewusstsein der politischen FĂŒhrung Chinas immer grĂ¶ĂŸer – und man dachte in Peking nicht daran, sich auch nur zum Schein in Richtung einer „Demokratie westlichen“ oder noch besser „anglo-amerikanischen Zuschnitts“ zu bewegen.

FĂŒr den jĂŒngsten Abschnitt in Chinas langer Geschichte, der Reform- und Öffnungsperiode, die Maos RevolutionsgefĂ€hrte Deng Xiaoping (1904-1997) nach 1978 initiiert hatte, scheint hinsichtlich der gesellschaftlichen Orientierung eine umgekehrt proportionale Logik zu gelten: Je mehr Handel, desto weniger Orientierung am System des Westens. Am Ende dieser Logik steht folgerichtig der vielfach beschworene „Systemrivale“. Die wirtschaftlich bescheidenen 80er Jahre waren die politisch offensten in der Geschichte der Volksrepublik China.

Deng Xiaoping lĂ€chelte unter einem Cowboy-Hut gemeinsam mit Ronald Reagan. Die 80er brachten echte Reformdenker des Parteienstaates wie den Ex-MinisterprĂ€sidenten und KP-GeneralsekretĂ€r Zhao Ziyang (1919-2005) zum Dialog mit protestierenden Studenten auf den Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Im Zeitalter der „300 Milliarden-Deals“ zwischen China und Deutschland zeigt sich ein selbstbewusster chinesischer PrĂ€sident im Sun-Yatsen-Anzug revolutionĂ€rer PrĂ€gung vor wehenden roten Fahnen.

Schon der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington kannte das Problem des „Wandels durch Handel“. Der Autor von Kampf der Kulturen stellte bereits 1968 in seiner Schrift Political Order in Changing Societies fest, dass „unterschiedliche kulturelle Kontexte und Herausforderungen“ die gewĂŒnschte Demokratisierung der Systeme verhindern. Das China der Reformperiode ist dafĂŒr ein Paradebeispiel:

Die Wirtschaftsreformen waren ein traditionell staatlich geplantes Top-Down-Experiment in drei Schritten von der Öffnung lĂ€ndlicher Regionen, ĂŒber die Öffnung stĂ€dtischer MĂ€rkte bis hin zur Öffnung des Landes gegenĂŒber auslĂ€ndischem Kapital. Immer kontrollierte und regulierte der Staat und machte dabei die Demokratisierungsversuche der spĂ€ten 1970er und 1980er Jahre zunichte: Je erfolgreicher seitdem der Handel und der wirtschaftliche Erfolg waren, desto mehr wuchs die Kontrollfunktion und FĂŒhrungsrolle der Partei.

Gleichzeitig entwickelte sich anfangs unbemerkt ein eigenes Wertesystem eines „Sozialismus chinesischer PrĂ€gung“, der Marktwirtschaft und Kapitalismus als nĂŒtzliche Werkzeuge zum Aufbau einer konkurrenzfĂ€higen sozialistischen Ordnung begreift. Westlichem Denken in GegensĂ€tzen widerspricht das chinesische, welches dieselben KrĂ€fte als komplementĂ€r begreift.

Auch ein StĂŒck uralter chinesischer Tradition. Dem trotzdem drohenden Werteverfall im Lande begegnete besonders Xi Jinping mit seiner unverhohlenen RĂŒckbesinnung auf die erkĂ€mpften Werte und Erfolge der frĂŒhen RevolutionĂ€re – auch und gerade Mao Zedongs. Die Pandemie mit ihrem weiter florierenden Außenhandel kam zur weiteren Festigung dieser chinesischen Werte gerade recht.

JĂŒrgen Habermas stellte die These auf, dass Werte „auf PartikularitĂ€t“, Normen hingegen auf „UniversalitĂ€t“ hin angelegt seien. Normen, so denkt Habermas weiter, betrĂ€fen notwendig die Regelung interpersonaler Beziehungen, Werte seien auf das eigene Leben bezogenen. Obwohl Habermas‘ These in der philosophischen Debatte nicht unumstritten ist, eignet sie sich sehr, die Ausrichtung deutscher Außen- und Außenwirtschaftspolitik neu zu ĂŒberdenken. Wenn die deutsche Außenministerin von „unseren Werten“ spricht und Xi mit seinen auf Mao und Deng begrĂŒndeten „chinesischen Werten“ das gleiche tut, ist Habermas hier bestĂ€tigt: Werte können weder durch Handel noch durch politischen Dialog ĂŒbertragen werden. Sie trennen – und verbinden nicht.

Anders Normen. Die spielen im deutsch-chinesischen Austausch – und damit im interkulturellen Dialog – schon seit Bismarcks Zeiten eine Rolle. Sehr erfolgreich wurden in Zeiten der chinesischen Republik (1911-49), fortgesetzt auf Taiwan, deutsche Rechtsnomen zum Standard chinesischer Gesetzgebung. Der Rechtsstaatsdialog spielt bis heute im deutsch-chinesischen Austausch eine gewichtige Rolle. Und auch im Bereich wirtschaftlichen „Geben und Nehmens“ ist Normenentwicklung eine deutsch-chinesische Erfolgsgeschichte: In SchlĂŒsselbereichen von der MobilitĂ€t bis zu Industrie 4.0 erzielt eine deutsch-chinesische Kommission fĂŒr Normung seit Jahren Erfolge. Das Fazit lautet: GegenĂŒber China benötigen wir keine werte-, sondern eine normenorientierte Außenpolitik.

Doch halt. Da gibt es doch Coca-Cola, Jazz und Jeans. Manche amerikanischen Produkte haben Gesellschaften nachhaltiger verĂ€ndert als Mercedes-Benz und Volkswagen oder BYD und Huawei. Warum? Weil sie nicht nur den Wunsch nach Wohlstand, Profit, Besitz und Status befriedigen – sondern doch gewisse universale Werte wie etwa persönliche Freiheit vermitteln.

Weil sie einen hohen Grad an EmotionalitĂ€t mitbringen. Sie haben eine stark sinnliche Komponente, und macht Individuen fĂŒr die mit den Produkten verbundenen Lebensstile empfĂ€nglich macht. Gerade Produkte, die grundlegende BedĂŒrfnisse zum Beispiel nach Essen, Trinken, Kleidung und Kunst befriedigen, transportieren Vieles, was interpersonale Beziehungen hervorbringt.

Der deutsch-chinesische Austausch benötigt dringend solche Komponenten, wenn er mehr Wirkung jenseits von Wohlstandsgewinn und Profit erzielen möchte.

Dieser Text stammt von unserem Pioneer Experten Marcus Hernig. Möchten auch Sie Ihre Expertise einbringen? Hier erklĂ€ren wir, wie Sie ein Pioneer Expert werden können.

Chinas Belt-and-Road-Diplomatie. Auf dem Weg zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Frieden

Peter König Globale Forschung, 30. Mai 2023

Madame Yue Yanghua,  Generaldirektorin, Sekretariat, Silk Road Think Tank Association,

Sehr geehrte Organisatoren des Belt and Road Forums,

EhrengÀste,

Mein aufrichtiger Dank fĂŒr die Ehre, mich einladen zu dĂŒrfen, Teil dieses wichtigen Forums zu sein.

Das Konzept dessen, was ursprĂŒnglich als „ Seidenstraßen-WirtschaftsgĂŒrtel â€œ bezeichnet wurde, wurde im September 2013 wĂ€hrend eines Staatsbesuchs von PrĂ€sident Xi Jinping in Kasachstan bekannt gegeben.

Allerdings erfuhr ich erstmals von dieser außergewöhnlichen Initiative, als PrĂ€sident Xi im MĂ€rz 2014 den Duisburger Hafen in Deutschland besuchte, einen der wichtigsten BinnenhĂ€fen der Welt. Die „Ein GĂŒrtel und eine Straße“ ist eine moderne Version der alten Seidenstraße vor mehr als 2100 Jahren. Ich war – und bin immer noch – unbeschreiblich beeindruckt.

Der Höhepunkt der Duisburger Veranstaltung war, als ein vollbeladener Zug aus Chongqing, China, langsam in den Duisburger Bahnhof einfuhr – den Endpunkt der internationalen Eisenbahnstrecke Chongqing-Xinjiang-Europa, die Asien und Europa verbindet, durch Xinjiang und Eurasien fĂ€hrt und in endet Europa.

Dies hatte eine bedeutende symbolische Bedeutung – die Verbindung von Regionen und LĂ€ndern durch gemeinsame Infrastrukturprojekte ist ein Mittel zur gemeinsamen Entwicklung zwischen und zwischen LĂ€ndern in einer Vielzahl von Sektoren, die der lokalen Wirtschaft, den lokalen Gemeinschaften und den Menschen zugute kommen. Es handelt sich um eine Strategie fĂŒr friedliches Miteinander und Zusammenleben.

AnlÀsslich des Duisburger Anlasses sagte PrÀsident Xi Jinping:

„Die von China vorgeschlagene Initiative zum Aufbau des Seidenstraßen-WirtschaftsgĂŒrtels folgt einer Philosophie der gemeinsamen Entwicklung und des gemeinsamen Wohlstands. Ziel ist es, die beiden großen MĂ€rkte Asien und Europa miteinander zu verbinden, der alten Seidenstraße neue Substanz der Zeit zu verleihen und den Menschen entlang der Straße zu helfen.“

Er hatte recht.

Obwohl das Zieldatum fĂŒr die Fertigstellung der BRI das Jahr 2049 ist, was mit der Hundertjahrfeier der Volksrepublik China zusammenfĂ€llt, ist das zeitliche und rĂ€umliche Potenzial der BRI nahezu unbegrenzt.

Bis Januar 2023 hatten 151 LĂ€nder die BRI unterzeichnet. Die teilnehmenden LĂ€nder umfassen fast 75 % der Weltbevölkerung und erwirtschaften mehr als die HĂ€lfte des weltweiten BIP. DarĂŒber hinaus sind auch viele nationale und internationale Organisationen Mitglieder der New Silk Road Initiative.

Im Jahr 2018 wurde die B&R-Initiative in die chinesische Verfassung aufgenommen.

Heute ist „Belt and Road“ ein zentraler Bestandteil der „Major Country Diplomacy“-Strategie von PrĂ€sident Xi, was bedeutet, dass China eine wichtigere FĂŒhrungsrolle in internationalen Angelegenheiten ĂŒbernehmen soll.

„Belt and Road“ ist auch Chinas „großes politisch-ökonomisches Projekt“.

Die Kombination aus Diplomatie und wirtschaftlicher Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Instrument zur Förderung des Friedens und zur Schaffung von mehr Harmonie und Gleichgewicht in einer von Konflikten geplagten Welt.

„Diplomatie“ als integraler Bestandteil von Belt and Road wurde bereits in jĂŒngster Zeit unter Beweis gestellt, unter anderem durch den Besuch von PrĂ€sident Xi im Nahen Osten, wo es ihm kĂŒrzlich gelang, zwei verfeindete Nachbarn, Saudi-Arabien und den Iran, zusammenzubringen.

Die beiden LĂ€nder haben die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen und ein zusĂ€tzlicher und wichtiger Vorteil dieser chinesischen Initiative könnte hoffentlich das Ende des grausamen Krieges zwischen Saudi-Arabien und Jemen sein. Allerdings handelt es sich bei diesem Krieg um einen Stellvertreterkrieg, der von den Saudis im Auftrag Washingtons und Londons gefĂŒhrt wird. Doch dank China gibt es Hoffnung.

Schon vor Jahren, als ich noch fĂŒr die Weltbank arbeitete, sagten mir hochrangige LĂ€ndervertreter vor allem in Afrika und im Nahen Osten, dass sie es weitaus lieber mit China und Russland als mit dem immer konfliktreichen Westen verhandeln wĂŒrden, und meinten damit die Vereinigten Staaten Staaten und Europa.

Mit seiner kolonialen Vergangenheit, die in vielerlei Hinsicht auch heute noch andauert, genießt Europa im globalen SĂŒden nicht den besten Ruf.

Schon heute ist Chinas Streben nach internationaler Diplomatie ein wichtiger Bestandteil der „Ein GĂŒrtel und eine Straße“-Initiative. Es handelt sich um eine Friedensinitiative, die im letzten Jahrhundert von keiner Supermacht ins Leben gerufen wurde. China hat bereits Spaltungen zwischen mehreren LĂ€ndern des Nahen Ostens beseitigt, die Überbleibsel aus der Kolonialzeit oder in jĂŒngerer Zeit vom Westen angezettelte Kriege und Konflikte waren.

Was PrĂ€sident Xi als â€žeinen Versuch zur Verbesserung der regionalen KonnektivitĂ€t und einer besseren Zukunft â€œ bezeichnet, geschieht bereits.

Der Seidenstraßen-WirtschaftsgĂŒrtel hat bereits mehrere Verbindungswege geschaffen. Drei Landrouten – die nördliche Transsibirische Route , die  zentrale Khorasan-Route und die sĂŒdliche Karakorum-Route . DarĂŒber hinaus gibt es mehrere Seerouten, die Arktis-Route, die Golf-Route, die Rote-Meer-Route und die Suaheli-KĂŒstenroute, die Ostasien mit Ostafrika verbinden.

Auch Seewege sind dabei, China mit Lateinamerika zu verbinden. WĂ€hrend China Brasiliens wichtigster Handelspartner ist, hat Brasilien bisher davon Abstand genommen, der BRI beizutreten.

Andererseits trat Argentinien im Februar 2022 der BRI bei und unterzeichnete eine AbsichtserklÀrung mit China.

Bis Ende 2022 beteiligten sich sieben LĂ€nder SĂŒdamerikas an Belt and Road: Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Uruguay.

Bis MĂ€rz 2022 wurden 215 Kooperationsabkommen mit 149 LĂ€ndern und 32 internationalen Organisationen unterzeichnet.

Bis MĂ€rz 2023, nur zehn Jahre nach seiner EinfĂŒhrung, hatte BRI bereits mehr als 420.000 ArbeitsplĂ€tze geschaffen und 40 Millionen Menschen aus der Armut befreit.

Verschiedene Studien der Weltbank gehen davon aus, dass Belt and Road die Handelsströme in den teilnehmenden LÀndern um mehr als 4 % steigern und die globalen Handelskosten um etwa 1 % senken könnte.

Nach Angaben des in London ansĂ€ssigen Centre for Economic and Business Research wird BRI das weltweite BIP bis 2040 voraussichtlich um 7,1 Billionen US-Dollar pro Jahr steigern. Das CEBR schĂ€tzt auch, dass die Vorteile „weit verbreitet“ sein werden, da eine verbesserte Infrastruktur „hemmende Reibungen“ verringert Welthandel“.

Angesichts solch brillanter Vorhersagen ist es wahrscheinlich, dass weitere LĂ€nder fĂŒr den Beitritt zur Neuen Seidenstraße gewonnen werden. Auch gegen EinwĂ€nde und WiderstĂ€nde aus dem Westen sind die Aussichten fĂŒr eine weltweite Erfolgsgeschichte fĂŒr Frieden und Wohlstand durch die Neue Seidenstraße hervorragend.

Wenn man die Welt heute aus der Ferne betrachtet, sieht es so aus, als ob der Westen mit seinen zahlreichen Kriegen und stĂ€ndig angezettelten Konflikten auf einem stetigen Kurs der Zerstörung ist, wĂ€hrend China mit seiner „Ein GĂŒrtel und eine Straße“-Initiative baut, BĂŒndnisse aufbaut und Frieden, Wohlstand und Diplomatie fördert in der ganzen Welt.

Guten Morgen Detlef Karl Klein,
von allen Angriffen auf unsere bisherigen Gewissheiten ist das der lautloseste: China attackiert das HerzstĂŒck der deutschen Industriegesellschaft, die Automobilindustrie. Es ist ein Angriff nach Plan, der dem kommunistischen Angreiferstaat helfen soll, einen Weltmachtstatus zu erringen.
China will, so hat es Xi in einer Rede des Jahres 2017 bereits gesagt, bis zum Jahr 2050 mit den USA gleichziehen. Bis 2035 soll „China zum globalen FĂŒhrer in der Innovation“ aufgestiegen sein. Das Überholmanöver in der globalen Automobilindustrie ist fĂŒr ihn von geostrategischer RelevanzFĂŒnf Zutaten sind von Bedeutung:1. Die StrategieEin Terminus technicus, den der chinesische StaatsprĂ€sident Xi Jinping erstmals im FrĂŒhjahr 2020 und seither immer wieder verwendet, ist der „doppelte Wirtschaftskreislauf“. Die daraus entwickelte â€žDuale Strategie“ ist im laufenden FĂŒnfjahresplan festgeschrieben und bedeutet einerseits, Chinas Binnenmarkt gehört den Chinesen, und andererseits sollen die heimischen Firmen fĂŒr den globalen Markt produzieren.
 Traditionelle Autohersteller: China-Absatz bricht einVerĂ€nderung der Absatzzahlen ausgewĂ€hlter Autohersteller in China 2022 gegenĂŒber Vorjahr, in Prozent 
Das AutogeschĂ€ft steht im Zentrum der PlanerfĂŒllung: Man will den inlĂ€ndischen Absatzmarkt dominieren und den externen Wirtschaftskreislauf verstĂ€rkt bespielen. „Aus China fĂŒr die Welt“.
 Autos: China wird zur ExportnationWert der von China exportierten und importierten Autos* seit 2006, in Milliarden US-Dollar 
2. Die OffensivwaffenEine zielgenaue Investitionsoffensive half, den beschlossenen Kurs umzusetzen: Bereits vor 23 Jahren begann der in Shanghai ansĂ€ssige Konzern Chery mit der Arbeit an Elektrofahrzeugen. Heute ist er Chinas grĂ¶ĂŸter Autoexporteur. Bei den Elektroautos liegt die Firma â€žBuild Your Dreams“ (BYD) vorn – sie verkaufte allein in den ersten fĂŒnf Monaten 2023 dreimal mehr Fahrzeuge in China als alle westlichen Marken zusammen. Bei der Anzahl der verkauften Elektroautos betrĂ€gt der Marktanteil von Volkswagen gerade einmal 2,3 Prozent. Platz 8 hinter chinesischen Firmen wie GACSAIC-GM Wuling und Geely.
 Chinesischer Binnenmarkt: Das Beinahe-MonopolAbsatzzahlen und Marktanteil der grĂ¶ĂŸten E-Autohersteller in China seit Anfang 2023*, in Tausend bzw. Prozent 
3. Die VerbĂŒndetenUngewollt wirkt auch die EU mit ihrem Verbrennerverbot ab 2035 wie ein VerbĂŒndeter. Denn der Technologiewechsel vom Verbrennermotor zum elektrifizierten PKW erleichtern den Chinesen das GeschĂ€ft. Ihre E-Kompetenz ist hoch; ihre Verbrennererfahrung gering. Hinzu kommt:Deutschlands grĂ¶ĂŸter Autovermieter Sixt hilft bei der MarkteinfĂŒhrung im Autoland Deutschland. Er hat vereinbart, bis 2028 rund 100.000 BYD-Fahrzeuge fĂŒr sein europĂ€isches GeschĂ€ft zu kaufen.Der chinesische Autohersteller Great Wall Motors hat sich mit dem grĂ¶ĂŸten AutomobilhĂ€ndler Europas, der Emil Frey Gruppe aus der Schweiz, zusammengetan und eine Partnerschaft fĂŒr den deutschen Markt verabredet.Vom RĂŒckzug der westlichen Firmen aus Russland profitieren die chinesischen Autobauer: Laut dem Beratungsunternehmen Inovev lag der Marktanteil chinesischer Autobauer im ersten Quartal dieses Jahres in Russland bei 42 Prozent.4. Das MunitionsdepotDer Staat liefert mit seinen Subventionen die Munition fĂŒr die Eroberung der Autoindustrie. Zwischen 2018 und 2021 hat China laut dem Zentrum fĂŒr strategische und internationale Studien rund 66 Milliarden US-Dollar in die ElektromobilitĂ€t investiert. Zum Vergleich: Der deutsche Staat hat fĂŒr die Förderung von Elektroautos von 2016 bis 2021 4,6 Milliarden Euro gezahlt.Das Munitionsdepot ist auch auf Seiten der Rohstoffe gut gefĂŒllt, denn China verfĂŒgt ĂŒber Materialiendie fĂŒr die Herstellung von Elektrofahrzeugen benötigt werden. China ist mit fast 70 Prozent Marktanteil der Hauptförderer dieser Rohstoffe, 34 Prozent des Weltmarkts bestehen aus den aus China importierten Seltenen Erden.
 Seltene Erden: China vornVerteilung der weltweiten Produktion von Seltenen Erden nach LĂ€ndern in 2022, in Prozent 
China dominiert deshalb den Markt fĂŒr Lithium-Ionen-Batterien, eine SchlĂŒsseltechnologie fĂŒr Elektroautos. Weltweit befinden sich ĂŒber 75 Prozent der ProduktionskapazitĂ€ten im Land der Mitte.
 Batterien: China dominiertWeltweite ProduktionskapazitĂ€ten von Lithium-Ionen-Batterien 2022 nach LĂ€ndern, in Prozent 
5. Das FußvolkChina ist mit 1,4 Milliarden Menschen das Land mit der nach Indien zweitgrĂ¶ĂŸten Bevölkerung der Welt und verfĂŒgt damit ĂŒber eine Konsumentenmacht wie kein anderes Land. Das Fußvolk will erst noch zur Nation der Automobilisten aufsteigen. Das Potenzial ist unverĂ€ndert riesig: 2021 waren erst 260 Millionen Pkw angemeldet. Unterstellt man eine Autodichte wie in den USA, warten noch rund 850 Millionen Chinesen auf ihr Fahrzeug.
Dieser noch ungestillte Hunger nach individueller MobilitĂ€t macht China weniger krisenanfĂ€llig als die USA. Der Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer sagt:
 WĂ€hrend der Automarkt in den USA mit einem Einbruch von 18 Prozent im ersten Halbjahr 2022 konfrontiert war, die EU 14 Prozent RĂŒckgang zu verdauen hatte, konnte China seine NeuwagenverkĂ€ufe in den ersten sechs Monaten um vier Prozent steigern. “
Er erklÀrt:
 China ist das neue Herz der Autoindustrie. “
Fazit: Wenn es die Lissabon-Strategie der EU zur Schaffung der wettbewerbsfĂ€higsten Region der Welt nicht schon gĂ€be, mĂŒsste man sie erfinden. Der Unterschied zwischen den in China und den in Europa beschlossenen Strategien ist nur dieser: In China folgen den Worten Taten, in Europa Worte. Konfuzius sagte:
 Der Edle schĂ€mt sich, wenn seine Worte seine Taten ĂŒbertreffen. “
Die europĂ€ischen Probleme beginnen genau damit – mit fehlendem SchamgefĂŒhl.

Why China Can’t Pull the World Out of a New Great Depression

By F. William Engdahl Global Research, May 16, 2023

Over the past two decades since China was admitted into the WTO, its national industrial base has made unprecedented strides to emerge as the world’s leading economic producer in many major are

as. The academic debates over whether China’s GDP is larger than that of the USA are misplaced. GDP is largely worthless as a measure of a real economy. When measured in real physical economic production, China has left the USA and everyone else in the dust. Therefore, the future course of industrial production in China is vital to the future of the world economy. Globalization of the world economy made it so.

China: Weltmacht mit Hoffnungsschimmer

16.05.2023

Wenn wir in Richtung der Ukraine und darĂŒber hinaus nach Moskau schauen, sehen wir einen langen schwarzen Tunnel: Wir spĂŒren eine in Europa lange nicht gekannte Unversöhnlichkeit. Wir sehen Panzer und Drohnen im Dauereinsatz. Wir sehen ĂŒber 200.000 tote oder verwundete Soldaten auf beiden Seiten. Und ĂŒber acht Millionen Menschen, die als FlĂŒchtlinge vorlĂ€ufig den Tunnel bereits verlassen haben, die sehen wir auch.

Aber wir sehen am Ende dieses Tunnels erstmals auch ein Licht der Hoffnung. Dieses Licht scheint nicht gleißend hell, es schimmert rötlich. Es sieht aus wie die illuminierte chinesische Flagge.

Denn Chinas StaatsprĂ€sident Xi Jinping hat zwei interessante politische SchachzĂŒge unternommen, die mehr sein dĂŒrften als Propaganda und Effekthascherei:1. Er hat ein Jahr nach Kriegsbeginn erstmals ausfĂŒhrlich mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Hinterher schrieb der Mann in Kiew auf Twitter:
 Ich glaube, dass dieser Anruf sowie die Ernennung des ukrainischen Botschafters in China der Entwicklung unserer bilateralen Beziehungen einen starken Impuls verleihen werden. “
Der Mann in Peking Ă€ußerte sich so:
 China steht immer auf der Seite des Friedens und seine SchlĂŒsselposition ist die Förderung von Frieden und Verhandlungen. “
2. Peking hat am Wochenende den ehemaligen Moskauer Botschafter Li Hui als SonderbevollmĂ€chtigten fĂŒr eine Friedensmission benannt. Der genaue Auftrag des Mannes lautet: Mit allen Parteien GesprĂ€che ĂŒber eine â€žpolitische“ Lösung fĂŒhren. Die Reise wird Li neben Russland und der Ukraine auch nach Deutschland, Frankreich und Polen fĂŒhren.Im Westen wurden diese beiden VorstĂ¶ĂŸe kaum kommentiert und von Seiten des Weißen Hauses und des Kanzleramtes schon gar nicht. Still ruht die See.Das bedeutet aber nicht, dass man die neuen Töne und AktivitĂ€ten aus Peking nicht aufmerksam beobachtet. Sie könnten eine Zeitenwende ganz anderer Art einlĂ€uten, wenn China mitten in die wachsenden amerikanisch-chinesischen Spannungen hinein eine friedvolle Rolle auf der internationalen BĂŒhne einnimmt – oder sich zumindest in dieser Rolle anbietet.Die Motive der Chinesen sind nicht nur propagandistischer, sondern auch Ă¶konomischermilitĂ€rischer, kultureller und politischer Natur.Im jetzigen Stadium seiner Ă¶konomischen Entwicklung möchte China auf gar keinen Fall den Kontakt zu seinen westlichen Zulieferern und seinen westlichen AbsatzmĂ€rkten abbrechen. Noch ist das Riesenreich nicht stark genug, um das Wachstum allein aus dem Binnenmarkt heraus zu erwirtschaften. China braucht die Globalisierung. Das BIP wird zu rund 20 Prozent im Außenhandel erwirtschaftet.
 China: Der Aufstieg
JĂ€hrliches BIP der Volksrepublik China, in US-Dollar
China und seine westlichen Importpartner
Anteil ausgewÀhlter LÀnder an den gesamten Importen Chinas, in Prozent

MilitĂ€risch dĂŒrfte China ebenfalls nicht am Schlagabtausch mit dem Westen interessiert sein. Das Waffenarsenal ist mit zwei Millionen aktiven Soldaten, rund 5.000 Panzern, 410 Atomraketen und zwei FlugzeugtrĂ€gern beachtlich. Aber es besteht in Summe keine Überlegenheit. Das Gleichgewicht des Schreckens funktioniert. China ist eine große, aber keine ĂŒberlegene MilitĂ€rmacht.

Alle Kraft wird in die Selbstverteidigung gesteckt, da man glaubt, die eigene SouverĂ€nitĂ€t, zu der in Chinas VerstĂ€ndnis auch Taiwan gehört, insbesondere gegenĂŒber den USA verteidigen zu mĂŒssen. Damit erklĂ€ren sich martialische Drohungen, wie diese aus dem Mund von Chinas StaatsprĂ€sident Xi Jinping:
 Das chinesische Volk wird es niemals zulassen, dass eine auslĂ€ndische Macht uns tyrannisiert, unterdrĂŒckt oder versklavt. Wer auch nur den Versuch wagt, der wird von der Großen Stahlmauer, die mehr als 1,4 Milliarden Chinesen aus ihrem Fleisch und Blut errichteten, zerquetscht werden, bis aus dem Kopf das Blut fließt. “
 USA vs. China
Vergleich der militÀrischen StÀrke der USA und China 2023
Die Politik der chinesischen KP war bislang darauf ausgerichtet, den Kurs der Ă¶konomischen ErtĂŒchtigung des Landes zu flankieren und nicht, ihn zu stören. Dem dienten in der Vergangenheit weitreichende Reformen und eine wirtschaftliche Öffnung. In Davos vor sechs Jahren reichte Xi der Wirtschaftselite die Hand – nicht weil er Humanist wĂ€re, sondern weil er einen global aktiven Handelsstaat fĂŒhrt:
 Wir stehen fĂŒr offene und transparente Freihandelsabkommen. “
Seine Erkenntnis verdankt er dem geistigen VermĂ€chtnis des großen Reformers Deng Xiaoping:
 Protektionismus heißt, sich in einer dunklen Kammer einzuschließen. “
 Chinas Entwicklung in einem Chart
Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt Chinas seit 1960, in Prozent
  • Kulturell ist das heutige China ein Land, das auf den philosophischen Werten von Konfuzius beruht. Diese Weisheitslehre betont die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit, Respekt vor AutoritĂ€t, familiĂ€ren Bindungen und der PflichterfĂŒllung gegenĂŒber der Gesellschaft. Das Ziel dieser Lehre ist nicht Dominanz, sondern die Herstellung innerer und Ă€ußerer Harmonie.
  • Die politische Reputation der chinesischen FĂŒhrung hĂ€ngt auch davon ab, dass man an den amerikanischen UniversitĂ€ten, auf internationalen Wissenschaftskonferenzen und auf den großen Industriemessen der Welt nicht als Pariah ausgegrenzt, sondern als neugieriges, höfliches und allseits respektiertes neues Mitglied der Weltgemeinschaft gesehen wird. Dieses aufstrebende, in Teilen bereits bĂŒrgerliche China will nicht gefĂŒrchtet, sondern geachtet werden.

Fazit: Imperial Overstretch â€“ so die Lehre der Geschichte – ist die Strafe der großen MĂ€chte. Davon erzĂ€hlen das zweifache Scheitern der Deutschen, der Untergang des britischen Kolonialreiches, die Implosion des Sowjet-Imperiums und die amerikanische Überdehnung, die zu hastigen RĂŒckzĂŒgen aus Iran, Irak, Afghanistan und Lateinamerika fĂŒhrte. Vielleicht hat China aus alledem gelernt. Zumindest das Hoffen ist erlaubt. Der Tunnel hat uns ein Lichtzeichen geschickt.

15.05.2023

China will im Ukraine-Konflikt erkennbar eine grĂ¶ĂŸere Rolle spielen. Man wĂŒrde gern als Friedensengel in Erscheinung treten. In dieser Woche soll daher der chinesische Sonderbeauftragte fĂŒr eurasische Angelegenheiten, Li Hui, in die Ukraine und nach Russland entsandt werden. Ziel der Entsendung sei es, zu einer politischen Lösung beizutragen. Li Hui war frĂŒher Chinas Botschafter in Moskau. Er kennt Putin, den Kreml und auch die dortigen TapetentĂŒren zur Macht. 2019 wurde er von Putin mit dem Freundschaftsorden seines Landes ausgezeichnet.

Es sind auch GesprĂ€che in Deutschland, Frankreich und Polen geplant – ein detaillierter Zeitplan fĂŒr die Besuche wurde noch nicht veröffentlicht.

Schon im Februar publizierte die Volksrepublik ein Zwölf-Punkte-Papier, in dem sie sich fĂŒr einen Waffenstillstand und FriedensgesprĂ€che zwischen allen Parteien aussprach. Im April teilte Chinas Staatschef Xi Jinping PrĂ€sident Selenskyj in einem Telefonat mit, China stehe „immer auf der Seite des Friedens“ und werde sich fĂŒr die „Förderung von Frieden und Verhandlungen“ einsetzen.

Dieser Positionierung sollen nun in Person von Li Hui Taten folgen.

Fazit: Damit kommt Bewegung in den militĂ€rischen Konflikt, der seit Monaten wie eingefroren wirkt. Die Front bewegt sich kaum noch. Die zivile Friedenssehnsucht und der militĂ€rische Frust wachsen gemeinsam.

China’s yuan is emerging as a strong challenger to the dollar’s dominance. Here are 5 countries that recently turned to the yuan instead of the USD for trade.

Huileng Tan  May 9, 2023,

  • Countries are lining up backup currencies — such as the Chinese yuan — for trade and transactions.
  • Sanctions against Russia sound a cautionary tale over the power Washington and the USD wields.
  • Russia, Iran, Brazil, Argentina, and Bangladesh are making headway in using the yuan for trade.

China’s yuan is gaining increasing usage globally, pointing to the de-dollarization of transactions worldwide — gradually

The US dollar has been the world’s reserve currency since the second world war, playing an outsized role in the world’s trade. 

But countries globally are now lining up backup currencies for trade, as sanctions against Russia over its invasion of Ukraine have led to some prominent world leaders and business figures sounding a warning over the power Washington wields.

The sanctions that squeezed Russia’s dollar currency reserves „increased the perceived risk that those debt assets can be frozen in the way that they’ve been frozen for Russia,“ billionaire investor Ray Dalio cautioned on an April 12 Julia La Roche Show.

Even President Emmanuel Macron of France – a key US ally — warned against the „extraterritoriality of the US dollar,“ suggesting in an April interview with Politico that Europe should cut its dependence on the greenback.

Europe „won’t have the time nor the resources to finance our strategic autonomy and we will become vassals“ should tensions between US and China heat up, Macron told Politico.

Amid these dire tidings, the Chinese yuan is seizing the opportunity and is mounting a challenge to the dollar’s dominance. 

The use of the yuan overtook the use of the dollar in China’s cross-border transactions for the first time in March, according to an April 26 research report by Bloomberg Intelligence. 

Treasury Secretary Janet Yellen acknowledged as much, telling CNN in April: „There is a risk when we use financial sanctions that are linked to the role of the dollar that over time it could undermine the hegemony of the dollar.“

„It is a very effective tool. Of course, it does create a desire on the part of China, of Russia, of Iran to find an alternative,“ Yelled said.

While the intent may be there, Yellen, however, noted that it wasn’t easy to replicate the eco-system — such as the international payments infrastructure — that supports the US dollar.

Read further for five countries that have recently turned to the yuan for trade and other transactions — either to skirt sanctions or as an alternative to the greenback.

1. Russia’s already warming up strongly to the yuan, snapping up three times more of the currency in March than in February

If there’s one country at the forefront of using the Chinese yuan for its transactions, it’s Russia — the country facing sweeping Western sanctions over its war with Ukraine.

Russia’s economy has been badly hamstrung by the sanctions — some Russian banks have been banned from SWIFT, the dollar-dominated Belgium-based messaging service that lets banks around the world communicate about cross-border transactions.

And at least half of Russia’s $640 billion foreign currency reserves have been frozen by the trade restrictions.

All of this has forced Russia to look for alternative currencies to use in international transactions.

The Chinese yuan is already a top candidate as Russians bought 41.9 billion rubles, or $538 million worth of the Chinese currency in March, more than triple the 11.6 billion rubles worth of the currency purchased in February, Russia’s central bank said on April 10.

On Russia’s foreign exchange markets, the ruble-yuan trade accounted for 39% of total volumes, outpacing the ruble-dollar’s 34% share, the central bank added.

The Chinese yuan has become so popular that is likely to be Russia’s top currency choice when it replenishes its foreign currency exchange.

Moscow could snap up around $200 million in Chinese yuan each month, Bloomberg Economics reported last Tuesday. The yuan is one of the few key currencies available to Russia after Western sanctions cut the country off from the world’s dollar-denominated financial system.

2. Brazil — a vocal exponent of de-dollarization — is looking to more yuan reserves and transactions

Brazilian president Luiz Inacio Lula da Silva has been one of the most vocal proponents vocal about setting up alternative trade settlement currencies, going as far as to call on the BRICS countries — Brazil, Russia, India, China, and South Africa — to move away from the dollar.

Brazil’s central bank has already been snapping up the Chinese currency. The yuan surpassed the euro to become the second most dominant currency in Brazil’s foreign reserves after the dollar at the end of 2022, according to the country’s central bank, per Reuters on March 31.

In March, Brazilian bank Banco BOCOM BBM — owned by major Chinese bank BOCOM â€” struck a deal with China to allow for transactions in the real and yuan directly instead of using dollars as a default currency, according to the Brazilian Trade and Investment Promotion Agency said in a March 29 statement.

„The expectation is to reduce the costs of commercial transactions with the direct exchange between the Brazilian real and the renminbi,“ the agency said.

It’s not just the yuan, Lula has also called on BRICS nations to set up a common currency for transactions.

„Why can’t we do trade based on our own currencies?“ he said in an April state visit to China, per The Financial Times. „Who was it that decided that the dollar was the currency after the disappearance of the gold standard?“

3. Bangladesh is using the yuan to pay Russia for the construction of the nuclear power plant

Bangladesh in April agreed to pay Russia the equivalent of $318 million for the construction of a nuclear plant using the Chinese yuan.

The two countries were in an impasse for a year before settling on the yuan for the transaction because Bangladesh hasn’t been able to pay Russia in dollars.

Rosatom, the state-owned nuclear energy company that is building the plant in Bangladesh, had initially demanded rubles for payment, according to Bloomberg on April 18, citing two unnamed officials familiar with the matter.

However, the two countries finally agreed to settle the deal in yuan because China had authorized certain unnamed Bangladeshi banks to settle deals with China in the yuan, the Washington Post reported on April 17, citing a Rosatom representative.

Ahsan Mansur, the executive director of the Policy Research Institute in Bangladesh, told WaPo the South Asian country had to act on the side of its own national interest and make a pragmatic decision for its energy security.

„The interests of Third World countries like Bangladesh are not the same as that of China and the US,“ Mansur told WaPo. „We have to maintain relations with both.“

4. Argentina will start to pay for around $800 billion worth of imports from China in the yuan

Argentina said on April 26 it will be starting to pay for imports from China in the yuan instead of US dollars, Sergio Massa, the Argentinian economy minister tweeted.

The move was primarily motivated by Argentina’s desire to reduce dollars flowing out from its currency reserves.

A reduction in dollar reserves — that have been falling due to political uncertainty and a decline in farm exports after a historic drought — pressures the Argentine peso which, in turn, fuels inflation

The yuan payment program was expected to start in April with the South American country aiming to pay $1 billion worth of imports using the yuan, after which it will pay around $790 million worth of monthly imports in the Chinese currency.

„These types of measures give our reserves greater strength and are key to improving the prospects for net reserves, giving us greater freedom and capacity to intervene in the face of those who speculate and over-speculate with the economic situation,“ Massa said in his tweet.

Yuan-based import orders could soon be approved in 90 days instead of the standard 180 days — which means a faster turnaround for transactions, added Massa, per Reuters.

5. Iran has already been using the yuan to trade with China for years

Heavily sanctioned Iran has been discussing using the yuan to settle trade as far back as 2010.

Then in 2012, China started buying crude oil from Iran using the yuan, the BBC reported.

While international sanctions against Iran were lifted in 2016 after the country and several world powers — including the US under the Obama administration — reached a deal aimed at restricting Iran’s ability to develop nuclear weapons, the detente didn’t last.

In 2018, the US reimposed sanctions against Iran following then-President Donald Trump’s unilateral decision to withdraw the US from the Iran nuclear deal. 

Like Russia, Iranian banks have been banned from Swift since 2018, spurring Tehran to look for an alternative payments system.

In February 2023, Tehran and Beijing discussed increasing the use of the yuan and the Iranian rial for bilateral trade.

„The yuan already accounts for a considerable part of trade between the two sides. However, the process of using the Chinese currency needed to be eased, and the Central Bank of Iran is negotiating with the Chinese to address the issues,“ Iranian economy minister Ehsan Khandouz said, per Financial Tribune, an Iranian media outlet.

It’s not just the yuan. Iran also linked up with Russia’s payment system, the System for Transfer of Financial Messages in February this year, per Al Jazeera. 

„The financial channel between Iran and the world is being restored,“ Mohammadreza Farzin, Iran’s central bank governor said, according to the news outlet.

France growing sour on the greenback’s dominance. Here are 6 rising threats to the buck’s supremacy of global trade.

Zahra Tayeb  Apr 19, 2023,

  • The dollar’s supremacy in global trade faces fresh challenges as several countries float plans to use local currencies in commerce. 
  • Russia and Iran are working to create a gold-backed stablecoin, while France has pursued a trade deal with China in yuan. 
  • Here are 6 rising challenges to the greenback’s dominance of international trade and investment flows.

The dollar’s dominance of global trade and investment flows is facing a slew of new threats as more and more countries draft plans to boost the use of alternative currencies.

For some time now, nations from China and Russia to India and Brazil have been pushing for settling more trade in non-dollar units – with projects ranging from the use of local currencies to a gold-backed stablecoin and a new BRICS reserve currency.

Now, even Europe appears to be jumping on the anti-dollar bandwagon, with French president Emmanuel Macron recently warning against the continent’s dependence on the greenback. 

With movements to undermine the dollar’s unipolar supremacy

Strategists at the asset manager found that the greenback’s share of total global reserves fell to 47% last year, from 55% in 2021 and as much as two-thirds in 2003.

For decades, the US dollar has reigned supreme as the world’s reserve currency and is widely used in crossborder trade, especially for commodities such as oil. Thanks to its relative price stability, investors see it as a safe-haven asset in times of heightened economic and geopolitical uncertainty.

The dollar was further bolstered last year by a surge in US interest rates that made it attractive to foreign investors seeking higher yields. It surged 17% during the first nine months of 2022, but has

since lost some of its shine on the prospect that the Federal Reserve may soon end its rate hikes as inflation cools rapidly. 

Against this backdrop come the latest threats to the greenback’s reign — here are 6 currency projects from across the world that are ultimately aimed at undermining the dollar’s supremacy.

France calls for reduced dependence on the US dollar

In an interview with Politico, France’s Macron urged that Europe must reduce its dependence on the  „extraterritoriality of the US dollar.“

The bombshell remarks came as the president stressed Europe should avoid getting tangled in tensions between China and the US. „If the tensions between the two superpowers heat up 
 we won’t have the time nor the resources to finance our strategic autonomy and we will become vassals,“ he said.

His comments came quickly on the heels of a much-watched trade deal between French multi-energy conglomerate TotalEnergies and China’s national oil company CNOOC – the Asian nation’s first-ever liquefied natural gas transaction settled in the yuan.

China pushes for the yuan to replace the dollar in oil trades

China has been looking to weaken the dollar’s dominance by pushing for the yuan to replace the greenback in energy deals, given its increased trade with Russia after it invaded Ukraine.

The move seeks to chip away at the petrodollar regime in place since the 1970s, where global oil transactions are largely settled in dollars. 

Toward the end of last year, Beijing began buying Moscow’s crude at steep discounts, completing those purchases in yuan rather than dollars, giving rise to the so-called petroyuan. 

With a stronger greenback, oil contracts become more expensive because the deals are largely priced in the US currency, and this also explains China’s shift away from the dollar.

Kpler analyst Viktor Katona said Russia has effectively become „an Asian nation that in my opinion has introduced the yuan into large-scale oil trade.“ 

Billionaire investor Ray Dalio also chimed in on Beijing’s anti-dollar drive, saying global central banks are less willing to hold the dollar with China increasing global trade in yuan. 

Malaysia, China weigh launching an Asian Monetary Fund

At the same time, Malaysia has launched talks with China on forming an Asian Monetary Fund in a bid to de-link from the dollar, according to Bloomberg.

„There is no reason for Malaysia to continue depending on the dollar,“ the country’s prime minister Anwar Ibrahim said earlier this month. He added that Malaysia and China are already in talks to utilize the ringgit and renminbi for trade deals. 

An Asian Monetary Fund was initially proposed in the 1990s, but the concept didn’t gain much traction. 

„But now with the strength of the economies in China, Japan and others, I think we should discuss this — at least consider an Asian Monetary Fund, and, secondly, the use of our respective currencies,“

China: Der Aufstieg

JĂ€hrliches BIP der Volksrepublik China, in US-Dollar

China’s New World Order | Bigger than Five

TRT World 27.03.2023

China and Russia vow to cooperate to create a new multipolar world order, accusing the West of undermining global stability —as both countries push back against the United States’ hegemony. Following its major diplomatic breakthrough between Iran and Saudi Arabia, could Beijing be cast in a new role as global mediator —and power broker?

Putin and China just CRUSHED the U.S. Dollar with this move | Morris Invest

Morris Invest

What China-brokered deal between Iran & Saudi Arabia means for India & why it’s significant

ThePrint2.03.2023 #ThePrintDebates

In this edition of #ThePrintDebates, ThePrint’s Senior Consulting Editor Jyoti Malhotra spoke to India’s former ambassador to Saudi Arabia Talmiz Ahmad and India’s former ambassador to Iran and UAE K C Singh on the significance of the China-brokered deal between Saudi Arabia and Iran and what impact it could have on India.

Die Taiwan-Frage

Zuletzt aktualisiert am 15.04.2023 01:32 UhrVeröffentlicht amSamstag, 15.04.2023 05:00 Uhr

China simuliert die militÀrische Eroberung Taiwans und provoziert damit den Westen. Die Machtambitionen Pekings drohen die Region und die Weltwirtschaft zu destabilisieren. Aber wie sollte Europa mit China in Sachen Taiwan umgehen? Experten und Expertinnen geben Antworten.

Bricht in Asien bald ein neuer Krieg aus? Oder lĂ€sst Peking nur die Muskeln spielen? Über Ostern simulierten die Chinesen in einer MilitĂ€rĂŒbung die Invasion Taiwans. VerbĂ€nde hatten Taiwan „eng umzingelt“, schrieben japanische Beobachter. Bodentruppen fĂŒhrten gefakte „PrĂ€zisionsschlĂ€ge mit mehreren Zielen“ aus. Elf chinesische Kriegsschiffe und 70 MilitĂ€rflugzeuge waren involviert.

China eskaliert â€“ und provoziert damit die freiheitliche Welt. Beobachter schwanken in ihrer Bewertung zwischen „reiner Show“ (Jörg Wuttke, oberster ReprĂ€sentant europĂ€ischer Firmen in China) und einer „hochwahrscheinlichen“ Invasion Taiwans (Roderich Kiesewetter, CDU).

Aber wie sollten Deutschland und Europa jetzt auf die Provokationen reagieren? Es ist die politische Gewissensfrage dieser Zeit: â€žNun sag’, wie hast du’s mit Taiwan?”

The Pioneer hat dazu namhafte Experten und Expertinnen befragt: Ex-Nato-Strategiechefin Stefanie Babst, Top-Ökonom Hans-Werner Sinn, den Chef der MĂŒnchener Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen, FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, den Politikwissenschaftler Eberhard Sandschneider, den Philosophen Peter Sloterdijk und weitere Vordenker und Vordenkerinnen.

Das Meinungsspektrum ist breit – und spiegelt die Vielschichtigkeit der Problemlage wider. Taiwan ist nicht irgendeine Insel, sondern ein Ă¶konomisches Kraftzentrum, das mit seiner Chipindustrie die Weltwirtschaft am Laufen hĂ€lt. Hier zunĂ€chst die wichtigsten Fakten ĂŒber Taiwan:

Taiwan ist ein Teil Chinas

Es gibt kaum Zweifel daran, dass die Wiedervereinigung von Taiwan mit China erfolgen wird. Chinas PrĂ€sident Xi Jinping hat schon 2012 die „nationale Erneuerung Chinas“ ausgerufen – und die Einverleibung Taiwans ist Teil dieser Doktrin. SpĂ€testens 2049 soll die Wiedervereinigung stattfinden, 100 Jahre nach dem Sieg der von Mao Zedong angefĂŒhrten Volksbefreiungsarmee ĂŒber die von Chiang Kai-shek gefĂŒhrten Nationalisten im chinesischen BĂŒrgerkrieg zwischen 1927 und 1949. Nach dessen Ende flĂŒchtete Chiang mit seiner Armee und 1,2 Millionen seiner AnhĂ€nger und AnhĂ€ngerinnen nach Taiwan und rief die Republik China (Taiwan) aus. Seitdem ist Taiwan das, was es heute ist: abtrĂŒnnig, aber doch auch chinesisch.

Die Taiwaner mögen ihren Status quo

Taiwan war lange Zeit eine MilitĂ€rdiktatur, erst seit Beginn der 1990er-Jahre ist die Insel eine Demokratie â€“ und eine lupenreine dazu. Auf Demokratierankings liegt Taiwan weit oben. Die Wirtschaft boomt. Und die Regierungen haben bislang darauf verzichtet, eine formelle UnabhĂ€ngigkeit auszurufen. Der Umgang mit China spaltet das politische System Taiwans bis heute. Einige Parteien streben die Wiedervereinigung mit China an, andere fordern die UnabhĂ€ngigkeit. Die große Mehrheit hat sich mit der derzeitigen Situation arrangiert. Knapp 90 Prozent der Taiwaner wollen den „Status quo beibehalten“, heißt es in einer aktuellen Umfrage – und die Entscheidung ĂŒber einen Anschluss vertagen.

Der Westen zementiert den Sonderstatus

Der Westen hadert mit Pekings Machtambitionen, akzeptiert aber die Ein-China-Politik der Regierung. Taiwan wird nur von 18 kleineren LĂ€ndern wie Paraguay, Honduras oder dem Vatikan formal anerkannt. Taiwan betreibt deshalb keine Botschaften in den westlichen LĂ€ndern, sondern schickt nur Vertreter dorthin. FĂŒr Europa und die USA ist Taiwan aber auch deshalb so wichtig, weil sich Taiwan „als konsolidierte Demokratie“ in Asien etabliert habe, die der Westen am liebsten bewahren wĂŒrde, sagt Eberhard Sandschneider. Die wertegeleitete Außenpolitik der Bundesregierung sei jedoch „verlogen und zum Scheitern verurteilt, weil am Ende immer die Werte hinten runterfallen“, so der Politikwissenschaftler. â€žJede Außenpolitik, die auf Erfolg ausgerichtet ist, muss multidimensional sein.”

Taiwan ist das ökonomische Kraftzentrum im Ostchinesischen Meer

Die 23,5 Millionen Einwohner erwirtschafteten 2022 rund 763 Milliarden US-Dollar. Pro Kopf liegt das BIP auf dem Niveau Maltas. FĂŒr die deutsche Industrie ist Taiwan der fĂŒnftwichtigste Absatzmarkt in Asien, vor allem der B2B-Bereich ist wichtig, also das GeschĂ€ft von Unternehmen fĂŒr Unternehmen. ZĂ€hlt man alle Direktinvestitionen zusammen, ist Europa der grĂ¶ĂŸte Investor in Taiwan.

Mehr als 200 deutsche Firmen machen GeschĂ€fte in Taiwan, darunter SiemensRWEMerck und Volkswagen. Rund 28 Milliarden Euro Umsatz wurden 2022 durch den Handel zwischen Taiwan und Deutschland erwirtschaftet. Seit 2020 hat sich das Volumen fast verdoppelt. Deutsche Firmen exportieren etwa Maschinen oder Chemikalien fĂŒr die taiwanesische Halbleiterindustrie. Die Stimmung bei den deutschen Unternehmen sei “ungebrochen hoch”, sagt Axel Limberg, Chef der Außenhandelskammer (AHK) in Taipeh. Aber erste Unternehmen beginnen zu diversifizieren. Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon etwa lĂ€sst aktuell 15 Prozent seiner Produkte in Taiwan herstellen. CEO Jochen Hanebeck sagte kĂŒrzlich: “Wir bauen Alternativen in den Lieferketten auf”, etwa in Korea, Japan und den USA.

Silizium ist Taiwans Lebensversicherung

Ohne die Halbleiterindustrie Taiwans wĂŒrde die Welt langsamer laufen. Denn niemand arbeitet so effektiv darin, die mikroskopisch kleinen Schaltkreise zu fertigen und auf Silizium-Scheiben zu pressen. Chips steuern GerĂ€te wie Smartphones, Waschmaschinen und Laptops. 90 Prozent der leistungsfĂ€higsten Halbleiter, so heißt es, kommen aus Taiwan. Die Insel beheimatet mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) den wichtigsten Chiphersteller der Welt. Zu den Top-Ten der sogenannten Foundries, die im Auftrag von Unternehmenskunden wie Apple Chips produzieren, gehören auch die taiwanesischen Wettbewerber United Microelectronics Corporation (UMC), Powerchip Technology Corporation (PTC) und Vanguard International Semiconductor (VIS). Weil jedes Land, auch China, auf diese Zulieferer angewiesen ist, gilt die Industrie als â€žSilizium-Schutzschild”.

Der Hersteller TSMC ist jedermanns Liebling

Das 1987 gegrĂŒndete Unternehmen TSMC baut die schnellsten Mikrochips der Welt. Inzwischen produziert das Unternehmen schon 3-Nanometer-Prozessoren. Die Transistoren sind bis zu 70 Prozent kleiner als ihre 5-Nanometer-VorgĂ€nger, aber arbeiten bis zu 15 Prozent schneller. Auftraggeber ist unter anderem Apple. Chinesische Wettbewerber schaffen es laut Marktberichten nur auf ein Niveau von 7 Nanometern. Allerdings hĂ€tten die Chips noch keine Serienreife erlangt, sondern befĂ€nden sich im Pilotstadium. TSMC ist daher eine Demonstration der StĂ€rke Taiwans – und beliebter Exportschlager in den Westen. In Japan und den USA entstehen gerade neue TSMC-Fabriken – gepĂ€ppelt mit Milliarden Subventionen.

Der Chipkrieg tobt weiter

Fast vergessen ist, dass die USA den Druck auf Firmen und Staaten weiter erhöhen, damit China nicht selbststĂ€ndig hochwertige Computerchips produziert. Die Niederlande haben im MĂ€rz dieses Jahres neue ExportbeschrĂ€nkungen auf Technologie fĂŒr die Herstellung von Computerchips erlassen. Außenhandelsministerin Liesje Schreinemacher schrieb in einem Brief an das Parlament: „Die Regierung ist zu dem Schluss gekommen, dass es fĂŒr die internationale und nationale Sicherheit notwendig ist, die bestehende Exportkontrolle fĂŒr bestimmte Fertigungsanlagen von Halbleitern auszuweiten.” Ziel der Regierung sei es, eine militĂ€rische Nutzung der Lasermaschinen fĂŒr die Chipindustrie zu verhindern und die Position der Niederlande bei solchen Technologien zu schĂŒtzen. Im Fokus steht vor allem ASML: Das hollĂ€ndische Unternehmen baut leistungsstarke Lithografiemaschinen fĂŒr die Chipfertigung.

Die Wirtschaft vereint

Trotz der Spannungen um Taiwan boomt der Handel zwischen der Insel und Festland-China. Im vergangenen Jahr exportierte Taiwan Waren und GĂŒter dorthin im Wert von 121 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig importierte das Land aus China GĂŒter im Wert von 84 Milliarden US-Dollar. So stark ist kein anderes Land wirtschaftlich mit Taiwan verflochten. So sehen viele Unternehmen in Taiwan die Spannungen mit China relativ gelassen. „Die politische Situation spielt zwar immer eine Rolle”, sagt AHK-Chef Limberg, der seit vielen Jahren in Taiwan lebt, „aber das SpannungsverhĂ€ltnis besteht seit mehreren Jahrzehnten”. Die Unternehmen hĂ€tten sich daran gewöhnt. â€žDie Wirtschaftsbeziehung zwischen Taiwan und China ist noch intakt.” In der Regel kĂ€men nach politischen Phasen der Eskalation immer auch Phasen der Deeskalation.

Patrioten rĂŒsten auf

Einer, der das anders sieht, ist Robert Tsao. Der Unternehmer hat im vergangenen Jahr 100 Millionen US-Dollar an das taiwanesische Verteidigungsministerium gespendet, um, so der MultimilliardĂ€r, â€ždie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu bewahren“. Tsao grĂŒndete den Halbleiterriesen UMC, er ist eine unternehmerische Legende. Sein Ziel mit der Spende sei es, die Bevölkerung – er nennt sie â€žzivile Krieger“ – gegen eine mögliche chinesische Invasion zu trainieren. Dem ZDF sagte Tsao im Herbst 2022: â€žDie kommunistische Partei um PrĂ€sident Xi ist ein kriminelles Syndikat. Wie die Mafia.” China agiere „wie ein Terrorist”. Auf eine mögliche Invasion sei China vorbereitet, sagt Tsao. „Der Schwachpunkt liegt nicht bei den Waffen, sondern im Denken der Bevölkerung. Viele Menschen spĂŒren keine Gefahr”, sagt er, „und das ist gefĂ€hrlich”.

Wie gefĂ€hrlich die Machtbestrebungen Chinas sind, darĂŒber streiten aktuell auch Politiker, Ökonomen und Politikwissenschaftler. Emmanuel Macron hat nach seinem Staatsbesuch in Peking einen europĂ€ischen Sonderweg gefordert. Die EU dĂŒrfe â€žkein MitlĂ€ufer” der Amerikaner sein, die in China ausschließlich einen Rivalen sĂ€hen. China sei auch wirtschaftlicher Partner. Frankreichs StaatsprĂ€sident forderte daher mehr UnabhĂ€ngigkeit von Amerika.

China is Making the ‘New’ Middle East

Posted by INTERNATIONALIST 360° on 

Salman Rafi Sheikh

This was inevitable. When the US started to strategically withdraw from the Middle East and shifted its focus towards Southeast Asia and (Eastern) Europe to contain its two rivals (China and Russia), the Middle East was left without a traditional balancer. Without making an orientalist argument and arguing that the Middle East always needed an external ‘balancer’ for its survival, the fact remains that the US exit from the region created a vacuum that forced the relevant states to search for ways to re-balance and seek alternative ways of geopolitical configurations, i.e., alignments and realignments. China became a natural choice for many of these states. First, China was already slowly spreading its economic footprint in the Middle East. Its economic might become an additional reason for the Middle Eastern states – including Iran and Saudi Arabia – to ally with Beijing to reinforce their own development and modernization goals. Secondly, China is perhaps one of the few countries in the world today that has the capacity to talk to all parties, or the principal contenders, in the Middle East (e.g., Iran, Saudi, Israel) and facilitate a durable peace.

The US, on the other hand, does not have this capacity. While it does have deep ties with Israel, Washington’s ties with Saudi have deteriorated ever since Joe Biden became the US President. Therefore, Washington’s ability to shape emerging geopolitics in the Middle East – especially, in the wake of the China-brokered Iran-Saudi deal – is hardly relevant today. Therefore, it wouldn’t be wrong to contend that ‘peace-making’ in the Middle East is no longer a US business, a business that the US skillfully conducted for decades to create divisions and exploit these countries’ resources (e.g., Middle Eastern countries paying for the US forces deployed on their lands to protect them from the same ‘enemies’ the US itself would create) to its material advantage.

Whereas Saudi Arabia is a classic example of Biden’s folly of alienating an ally, Iran’s resistance against the US sanctions is a classic failure of the US deep state’s firm belief in the ability of their self-presumed most feared weapon, i.e., economic and financial sanctions. The end result of these ill-advised policies is the Iran-Saudi dĂ©tente. This dĂ©tente is deep.

According to the details of the deal, the Saudis will substantially tone down their criticism of Iran, including via Iran International, a Farsi language news channel reportedly funded by the Saudis targeting Iran. According to Iranian officials, this channel has been playing a role in instigating protests in Iran for some time now. Tehran, on the other hand, agreed to scale down its support for Houthis in Yemen, making sure that cross-border attacks from Yemen on Saudi don’t take place.

What this deal, in effect, means is that the Chinese were able to convince Iranians to potentially end the war that the Saudis, even when they received direct and indirect military support – and weapon sales worth billions of US dollars – from the US and other NATO allies, failed to win for themselves in the past 6 years. That’s quite an impressive development, which could facilitate Saudi-Iran normalization across a range of issues, including the question of Iran’s potential move towards nuclear weapons.

With the US out of the equation, i.e., not unnecessarily penalizing Iran and forcing the latter to retaliate by expanding its nuclear capability – which the US said will be used to target Saudi Arabia and Israel – Iran will not necessarily be seeking to push aggressively for atomic weapons, not least against Saudi.

But China is not acting out of goodwill only. China’s expansion in the Middle East is part of its counter-containment strategy. Ever since Obama’s ‘Asia Pivot’ and the politics of containment, the Chinese have really been investing in ways to create alternative possibilities. Beijing’s response was its Belt and Road Initiative (BRI). Today, Beijing’s deep presence in the Middle East – including Saudi and Iran – is a direct result of the counter-containment idea of BRI.

It has vital economic links with both states, and Beijing realizes the necessity of undoing the US-create divisions within the Middle East to materialize its material objectives i.e., trade from and to China and Europe intersecting all the countries located in between.

Therefore, unlike how some western geopolitical pundits have argued, the Iran-Saudi deal is not simply an outcome of the “isolation” that Iran has been facing. If this was true, what will explain Saudi Arabia’s decision to be a part of this deal? If Iran was really “isolated”, this was not simply the result of Saudi policies, but an outcome of a concerted application of a strategy of (economic) application by the US and its allies. But Iran was not “isolated” as western policy makers tend to believe. Yes, it was under immense economic pressure, but it was still able to maintain vital links with the world’s major powers (Russia and China) and regional states, including the UAE, which happened in almost a year ago.

Therefore, instead of Iran being an “isolated” state begging to be ‘un-isolated’, what is happening in the Middle East must necessarily be understood in terms of a major geopolitical realignment underpinned by a deep convergence of interests amongst a range of regional states and a global power striving to build a new, alternative world order. This is also evident from an emerging agreement between Riyadh and Beijing as well to conduct business in local currencies rather than USD.

Indeed, the Middle East is turning into a place that might just give birth to an alternative world order, shattering, even according to CNN, the [unfounded] assumption of the US supremacy in the Middle East.

While CNN’s analysis is limited to the Middle East only, China’s success in brokering a deal between two hard-core rivals could have ramifications much beyond the Middle East. It could use its deep presence in Africa to transform the landscape of conflict in that continent as well; it could expand BRICS and SCO by including both Iran and Saudi; and it could start a major diplomatic effort in Southeast Asia to resolve any points of contention in South and East China Seas. To all of these, China, via its successful brokerage of the Saudi-Iran deal, has demonstrated its importance as a state willing to resolve thorny issues via diplomacy.

CHINAGCCMIDDLE EASTSAUDI ARABIAUSA

What Historic China-Arab Summits Mean for the Middle East

Posted by INTERNATIONALIST 360° on 

Timur Fomenko

Chinese President Xi Jinping, right, shakes hands with Prince Faisal bin Bandar bin Abdulaziz, Governor of Riyadh, after his arrival in Riyadh, Saudi Arabia, Wednesday, Dec. 7, 2022. © Saudi Press Agency via AP

Xi Jinping’s visit to Saudi Arabia signals a desire by Arab nations to hedge their bets with stronger partnerships beyond the US

Chinese leader Xi Jinping has undertaken an official visit to the kingdom of Saudi Arabia. Here, he is set to attend a number of summits including a China-Saudi Summit, an unprecedented China-Arab States Summit and a China-Gulf Cooperation Council (China-GCC) summit. The meetings will involve 14 other heads of states from the region, including Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Qatar, Oman, Iraq, Kuwait, Bahrain, and more.

To describe the visit as a “milestone” in China’s relations with the Middle East, as one Arab diplomat apparently did, is accurate. It is a sign of a strategic shift towards a multipolar world. The sides come together in merging a shared set of economic, strategic and security objectives, showing the United States that it cannot dictate to Middle East states who they should and should not have partnerships with.

CHINAIRANMIDDLE EAST

China-Iran Strategic Cooperation Changes the Balance of Power

Posted by INTERNATIONALIST 360° on 

Vladimir Platov

There has been a marked shift in the balance of power in the world as the US has recently intensified its attempts to regain world domination, including through sanctions against countries trying to demonstrate their independence from Washington. And in this respect, Beijing’s attempt to create a multipolar world based on an alliance with countries that have already felt pressure from Washington, in particular Iran, is noteworthy.

AbhÀngigkeit von China

16.02.2023

Europa hat sich in eine gefĂ€hrliche AbhĂ€ngigkeit von China manövriert. Zu viele Teile der Wirtschaft und allzu viele Branchen sind auf Zulieferung aus Fernost angewiesen. Doch diese AbhĂ€ngigkeit zu reduzieren, ist leichter gesagt als getan. Zumal mit den USA nun ein altbekannter Konkurrent zu neuer Höchstform auflĂ€uft.

Mit Joe Bidens Inflation Reduction Act (IRA) ziehen die USA in den moralisch wie ökologisch hochwertigen Branchen der Elektro-MobilitĂ€t und Wasserstoff-Wirtschaft womöglich an Europa vorbei. Wer zu spĂ€t kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Besonders Ă€rgerlich ist dies, da Europa bei MobilitĂ€tswende und Wasserstoff lange die Nase vorn hatte, bevor es sich auf seinem langen Marsch ablenken ließ. FrĂŒh anfangen, dann aber nicht durchhalten– so ließe sich Europas Standortpolitik treffend beschreiben.

Unternehmerinnen und Unternehmen stellt das vor eine Gretchenfrage: Wie hĂ€ltst du es mit China?

Einerseits braucht jeder China, andererseits legen Autokratie, Menschenrechtsverletzungen, geopolitische AggressivitĂ€t und steigende Kosten einen Exodus nahe. Schon lĂ€ngst ist China kein Billiglohnland mehr. Nun kommen noch die politischen Risiken hinzu. Niemand weiß, welche Schlussfolgerungen Staatschef Xi Jinping aus Putins Ukraine-Feldzug zieht. Sollte Peking sich entscheiden, Taiwan an die Gurgel zu gehen, möchte niemand mehr mit einer Fabrik in China erwischt werden. Bleiben oder gehen? Und wenn gehen, dann wohin? Geopolitik erreicht die Chefetagen mit lange nicht gekannter Wucht.

Die USA haben ihre Schlussfolgerungen lĂ€ngst gezogen. Sie rufen zum Friendshoring auf, also zum Produzieren im Freundesland. Rund 50 Jahre nach Richard Nixons Kontaktaufnahme und 30 Jahre nach Bill Clintons entschlossener Aufnahme Chinas in die weltweite Wirtschaftsgemeinschaft ziehen die Amerikaner nun alle Register, um die Chinesen wieder vor die TĂŒr zu setzen.

Ein treffliches Instrument zum Kontern Chinas ist der 369 Milliarden Dollar schwere Inflation Reduction Act. VordergrĂŒndig dient er dem Inflationsabbau, mittelgrĂŒndig fördert er moderne Technologien, hintergrĂŒndig aber dienen diese Subventionen der Entkopplung von China.

Wenn es nach den USA geht, dĂŒrfen die EuropĂ€er mitziehen. Doch was will Europa? Weiß Europa selbst, was in seinem besten Interesse liegt? Daran bestehen Zweifel. Denn allzu widersprĂŒchlich sind die Einflussfaktoren.

Noch zieht sich die europĂ€ische Industrie nicht aus China zurĂŒck. Schließlich florierten Chinas MĂ€rkte in den vergangenen 50 Jahren. Zudem sorgen gerade Skaleneffekte fĂŒr Kostensenkungen. Investitionen fließen weiter, wenn auch vor allem von einigen wenigen großen Unternehmen. Das Analysehaus Rhodium Group zeigt, dass zwischen 2018 und 2021 etwa 80 Prozent der europĂ€ischen Direktinvestitionen in China von nur zehn Unternehmen kamen.

China ist zu groß und zu wichtig, um einfach so aufgegeben zu werden – too big to fail. Europa ist abhĂ€ngig von RohstoffenVorprodukten und dem Absatzmarkt China. Da tut man sich mit RĂŒckzug schwer. Auch fehlen wirtschaftliche Anreize fĂŒr einen RĂŒckzug. Aufgeben kann man Asien schon deswegen nicht, weil die NĂ€he zu den MĂ€rkten Asiens wichtig ist. Alles zurĂŒck nach Europa zu holen, wĂŒrde den Abstand zu den dortigen Konsumenten vergrĂ¶ĂŸern. Gesucht werden Alternativen innerhalb Asiens. Und genau darum entbrennt ein innerasiatischer Wettbewerb.

Wo kann man sicher und verlÀsslich produzieren?

Wachstumsrate des Industriesektors im asiatisch-pazifischen Raum im Jahr 2020 nach LĂ€ndern

Indien verfĂŒgt ĂŒber einen riesigen Binnenmarkt und einen großen Pool englischsprachiger Software-Entwickler. Counterpoint Research sieht noch einen langen Weg fĂŒr Indien, bis das Land mit der Produktionskraft und Effizient an China heranreichen kann. Mangelnde Infrastruktur und fehlende vor- und nachgelagerte Lieferketten sind nur zwei der Nachteile.

Apple will es trotzdem versuchen und legt vor. Bisher werden die neusten iPhone-Modelle von drei taiwanesischen Unternehmen – Winstron, Foxconn und Pegatron â€“ in China zusammengebaut. Die modulare Bauweise des iPhone 14 macht eine fast simultane Produktion in Indien möglich. Laut Prognosen von JPMorgan könnte bereits 2025 jedes vierte iPhone in Indien gefertigt werden.

Doch nicht nur Indien prĂ€sentiert sich als Alternative zu China. Auch Vietnam bringt sich in Stellung: Bereits 2021 erhielt das Land Zusagen fĂŒr auslĂ€ndische Direktinvestitionen in Höhe von 31,15 Milliarden Dollar â€“ ĂŒber neun Prozent mehr als im Vorjahr. NikeAdidas und Samsung kĂŒndigten an, ihre Produktion von China nach Vietnam zu verlegen.

Das Land gibt sich alle MĂŒhe, eine interessante Alternative zu China darzustellen. AuslĂ€ndische Firmen mĂŒssen keine Joint Ventures mit lokalen Unternehmen betreiben, um tĂ€tig werden zu dĂŒrfen. Löhne liegen niedrig und die politische Lage ist stabil.

Außerdem bietet Vietnam Zollvorteile dank Handelsabkommen mit den USA und auch mit der EU. Sonst besitzt nur Singapur ein Freihandelsabkommen mit Europa.

Diese Kombination von Faktoren zieht europĂ€ische Unternehmen an: Der dĂ€nische Spielwarenhersteller Lego investierte 1,2 Milliarden in eine Fabrik in Vietnam. Auch der deutsche Reinigungsspezialist KĂ€rcher produziert in Vietnam fĂŒr den asiatischen Markt. Und die Beiersdorf-Marke Tesa eröffnet ihr erstes Werk in Nordvietnam – statt in China. Zudem schaut sich Viessmann nach einem geeigneten Standort um. Dies sind nur einige von vielen Beispielen. Auch chinesische Firmen produzieren inzwischen in Vietnam, um amerikanischen Sanktionen zu entgehen.

Nicht nur Vietnam profitiert von den Spannungen mit China. Auch Thailand entwickelt sich zu einem Produktionszentrum fĂŒr Autoteile, Fahrzeuge und Elektronik.

Sony erklĂ€rte bereits 2019, sein Smartphone-Werk in Peking aus KostengrĂŒnden zu schließen und einen Teil der Produktion nach Thailand zu verlagern. Der Druckerhersteller Sharp zieht mit einem Teil seiner Produktion ebenfalls nach Thailand um.

Und dann ist da auch noch Bangladesch. Schon bevor die Corona-Lockdowns den chinesischen Fertigungssektor lahmlegten, war Bangladesch ein aufsteigender Stern im Bekleidungssektor. Vor allem, weil die Löhne weit unter dem chinesischen Niveau liegen. Der durchschnittliche Monatslohn in Bangladesch betrĂ€gt 120 Dollar â€“ ein FĂŒnftel des Gehalts eines chinesischen Fabrikarbeiters in Guangzhou.

Ist die Produktion in Europa eine Alternative zu Asien? Beim World Briefing Live an Bord der Pioneer One fasste der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel die Auswirkung treffend zusammen:
 Es wird nicht so effizient sein und es wird nicht so produktiv sein. “
Eine Umfrage unter deutschen und europĂ€ischen FĂŒhrungskrĂ€ften ergab, dass 86 Prozent der deutschen und 74 Prozent der europĂ€ischen Unternehmen planen, ihr GeschĂ€ft zu re- oder nearshoren. Um die hohen Personalkosten auszugleichen, wĂ€ren aber hohe Investitionen in die Automatisierung notwendig. 84 Prozent der befragten deutschen und 75 Prozent der europĂ€ischen Unternehmen wollen in den nĂ€chsten drei Jahren in Robotik und Automatisierung investieren, um Reshoring oder Nearshoring zu ermöglichen. Dabei geht es vor allem um die Produktion fĂŒr den europĂ€ischen Markt, nicht fĂŒr den asiatischen.

Wenn Robert Habeck in der kommenden Woche nach Washington fliegt, trifft er auf eine amerikanische Administration, die erkennbar den Konflikt mit China sucht. Rhetorisch. Ökonomisch. Und womöglich bald auch militĂ€risch.

Auf die Etiketten â€žrepublikanisch“ oder „demokratisch“ darf man dabei nicht schauen. Die Chinapolitik stammt – trotz der unterschiedlichen Absender â€“ aus der „America first“-Fabrik, die Donald Trump errichtet und Joe Biden ausgebaut hat.

“Wir mĂŒssen das amerikanische Volk vor China schĂŒtzen”, sagt die demokratische Handelsministerin Gina Raimondo.

„Wir brauchen eine US-Investitionsblockade fĂŒr ganze Sektoren der chinesischen Wirtschaft“, sekundiert der Chef des Außenausschusses, der Republikaner Michael McCaul.

Doch die Warnungen kommen zu spĂ€t. Amerika kann zwar seine Handelsbeziehungen zu China unterbrechen. Aber den Aufstieg Chinas kann es nicht mehr verhindern. Fakt ist:

China benötigte nur 20 Jahre, um seinen Anteil an der Weltwirtschaft von 3,6 Prozent auf heute knapp 19 Prozent hochzuschrauben.

Weltweites Bruttoinlandsprodukt 2022 nach LĂ€ndern, in Billionen US-Dollar

<strong>Weltweites Bruttoinlandsprodukt 2022 nach LĂ€ndern in Billionen US Dollar<strong>
Das Wirtschaftsforschungsinstitut CEBR aus London prognostiziert, dass China die USA als grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der Welt 2028 ablösen wird. Das Institut geht dabei von einem 4,5-prozentigen jĂ€hrlichen Wachstum aus.Bei der KaufkraftparitĂ€t ist China heute bereits die Nummer eins, das heißt, die inlĂ€ndische Kaufkraft der Chinesen hat die USA eingeholt.

China: Schwergewicht der Weltwirtschaft

Bruttoinlandsprodukt der G7 und China 2021, in Internationalen Dollar (KaufkraftparitÀten)

Bruttoinlandsprodukt der G7 und China 2021 in Internationalen Dollar KaufkraftparitÀten

Es sind mittlerweile nicht nur Randbereiche der Ökonomie, in denen China von sich reden macht, sondern es sind Zentralbereiche, in denen das Reich der Mitte die globale FĂŒhrung ĂŒbernommen hat:

1. Die Chinesen fĂŒhren bei der Elektro-MobilitĂ€t

VW-Chef Blume ist derzeit in China, um zu retten, was womöglich nicht mehr zu retten ist. Die Vormachtstellung von VW hat auf dem Feld der ElektromobilitĂ€t ein jĂ€hes Ende gefunden. Die Chinesen kaufen vor allem chinesische Elektromobile. VW spielt in diesem Spitzensegment des Marktes nur noch eine Rolle auf Platz drei. Oder zugespitzt formuliert: Die alte Welt ĂŒberlĂ€sst China den alten Herstellern.

Chinesische Hersteller wie BYD haben ihren heimischen Kunden sichtlich besser verstanden: Im ersten Halbjahr 2022 verkaufte BYD in China 326.000 vollelektrische Pkw und 315.000 Plug-in-Hybride. Im Vergleich zum Halbjahr davor wuchs der Absatz um 320 Prozent. Der Absatzmarkt fĂŒr Elektrofahrzeuge ist in China 2022 um 10 Prozent auf 2,9 Millionen verkaufte Pkw gewachsen.

Elektroautos: BYD vorn

Weltweiter Absatz von Elektroautos im ersten Halbjahr 2022, in Tausend

2. China fĂŒhrt in der Solarindustrie

Diese Weltmarktposition ist hart erarbeitet. Das Land gab allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 rund 41 Milliarden Dollar fĂŒr große Solarprojekte aus. 173 Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutschland selbst war einst auf dem Weg zu einer fĂŒhrenden Photovoltaik-Industrie, heute bezieht es 95 Prozent der Solaranlagen aus China. Der weltweite Anteil Chinas an der Produktion von Solarmodulen betrĂ€gt inzwischen ĂŒber 70 Prozent, heißt es in einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA).

Dabei exportiert China nicht nur, sondern ist selbst zum Boom-Markt fĂŒr Photovoltaik geworden. Von null auf 300 Gigawatt installierter Leistung in 15 Jahren. Europa kommt nur auf gut 140 Gigawatt, wovon 40 Prozent in Deutschland stehen.

Solarpanels: Chinesische Dominanz 

Weltweite Produktion von Solarpanels nach LĂ€ndern in 2021, in Prozent

3. China sitzt auf einem Lager von Rohstoffen

Besonders wichtig fĂŒr die Produktion jeglicher elektronischer Produkte sind die sogenannten Seltenen Erden. China ist mit fast 70 Prozent Marktanteil der Hauptförderer dieser Rohstoffe, 34 Prozent des Weltmarkts bestehen aus den aus China importierten Seltenen Erden.

China: Motor der Zukunft

Verteilung der weltweiten Produktion von Seltenen Erden nach LĂ€ndern in 2022, in Prozent

65 Prozent der Rohstoffe fĂŒr in Europa hergestellte Elektromotoren werden aus China importiert. Bei Windturbinen und Photovoltaikanlagen sind es ĂŒber 50 Prozent.

4. China dominiert bei der Weiterverarbeitung

Auch die Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe findet grĂ¶ĂŸtenteils in China statt. 90 Prozent der weltweiten Verarbeitung von Seltenen Erden passiert vor Ort, ebenso 70 Prozent der Kobalt-Verarbeitung.

Lithium, woraus die fĂŒr Elektroautos unersetzlichen Lithium-Ionen-Batterien entstehen, findet auch zum grĂ¶ĂŸten Teil Anwendung in China. 77 Prozent aller weltweit produzierten Batterien dieser Art entstehen in der Volksrepublik. Sechs der zehn grĂ¶ĂŸten Batteriehersteller weltweit sitzen in China.

Batterien: Die Welt in der AbhÀngigkeit

Weltweite ProduktionskapazitÀten von Lithium-Ionen-Batterien 2022 nach LÀndern, in Prozent

5. Soziale Medien „Made in China“ erobern die westliche Jugend

ByteDance, das Unternehmen hinter TikTok, ist mittlerweile mehr als 100 Milliarden US-Dollar wert. Über eine Milliarde Nutzer waren im September 2022 laut eigener Aussage auf der Plattform aktiv.

TikTok-Trends beeinflussen eine ganze Generation – weltweit. Über 60 Prozent der Nutzer sind unter 29 Jahre alt.

Dementsprechend viele Daten ĂŒber ihr Verhalten und die PrĂ€ferenzen der Nutzer sammelt ByteDance ein. Den westlichen Tech-Firmen wie Meta und Alphabet bleibt der Zugang in den chinesischen Markt derweil verwehrt.

Noch fĂŒhren US-amerikanische Plattformen die globale Rangliste der Sozialen Netzwerke an, doch TikTok, erst 2017 gestartet, wuchs schneller, als diese je gewachsen sind. Allein im zweiten Quartal 2020 wurde die App 318 Millionen Mal heruntergeladen – ein Weltrekord.

Fazit: Wir sind Zeitzeuge eines historischen Überholmanövers. Helmut Schmidt, der letzte deutsche Politiker, der Mao Zedong traf, prophezeite einst: „Die Chinesen erobern die Welt – ohne militĂ€rische Gewalt.“ Teil 1 des Satzes ist eine Tatsachenbehauptung, Teil 2 bleibt eine Hoffnung.

China: Der Solar-Weltmeister

GrĂ¶ĂŸte Solarzellenhersteller weltweit nach Absatz 2012, in Gigawatt

Veröffentlicht am 03.02.2023

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